Bonusgeflüster – Der Podcast für Bonusmamas in Patchworkfamilien

Patchworkfamilie verlassen? Warum Emma ging — und zurückkam

Sally Matthes Season 2 Episode 44

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„Ich hab die Koffer gepackt" — Warum Emma die Patchworkfamilie verlassen hat und zurückkam.

So viele Bonusmamas haben mir geschrieben, dass sie schon mal kurz davor waren zu gehen. In dieser Folge spricht Emma offen darüber, wie sie genau das getan hat — und warum sie trotzdem zurückgekommen ist. Eine ehrliche Geschichte über Grenzen, Selbstfürsorge und die Frage, die sich fast jede Bonusmama irgendwann stellt.

IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU:

  • Warum eine Fehlgeburt zum Wendepunkt in Emmas Patchwork-Beziehung wurde
  • Was passiert, wenn du nur noch gibst und nichts mehr zurückbekommst
  • Wie Emma und ihr Partner nach der Trennung wieder zueinander gefunden haben
  • Warum Therapie und eigene Muster erkennen den Unterschied gemacht haben
  • Was Emma heute anders macht — und warum Selbstfürsorge keine Option, sondern die Grundlage ist

DIESE FOLGE IST FÜR DICH, WENN:

  • Du dich in deiner Patchworkfamilie manchmal fragst: Soll ich bleiben oder gehen?
  • Du das Gefühl hast, immer nur zu geben und nie an der Reihe zu sein
  • Du spürst, dass alte Muster dich in deiner Beziehung blockieren

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🎬 Diese Folge auf YouTube: https://youtu.be/Ib3f6vYtlnY

TIMESTAMPS:

00:00 — Intro + Hook
01:30 — Begrüßung und Vorstellung Emma
05:00 — Emmas Patchwork-Geschichte: Wie alles begann
08:00 — Der Schlüsselmoment: Fehlgeburt und allein gelassen
13:00 — „Ich gebe und gebe" — Energieverlust in der Beziehung
16:00 — Die Entscheidung zu gehen
22:00 — Die Zeit der Trennung: Vermissen und Neubeginn
25:00 — Was sich verändert hat: Beide arbeiten an sich
28:00 — Therapie und eigene Muster erkennen
33:00 — Alte Muster durchbrechen: Die Autobahn-Metapher
36:00 — Was Emma heute anders macht: Selbstfürsorge first
42:00 — Rückfall in alte Muster — und was sie daraus gelernt hat
46:00 — „Gehen oder bleiben?" — Der Gedanke kommt immer wieder
49:00 — Emmas Rat an andere Bonusmamas
52:00 — Outro + CTA

MEHR ZUM THEMA:

Bleiben oder gehen — Wenn du als Bonusmama an deine Grenzen kommst
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Loslassen lernen als Bonusmama

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Ich bin Sally Matthes — systemischer Coach, Erziehungswissenschaftlerin und selbst Bonusmama. Seit 2023 begleite ich Bonusmamas in Patchworkfamilien dabei, ihren Platz zu finden — ohne sich selbst zu verlieren.

SPEAKER_02

So viele Bonus-Mamas haben mir auf Facebook und auch auf Instagram geschrieben, dass sie schon mal kurz davor waren, zu gehen. Und ehrlich gesagt hat es mich überrascht, wie viele Bonus-Mamas mir genau das geschrieben haben. So ging es auch immer. Emma hat nicht nur überlegt, ob sie geht, nein, sie hat die Patchwork-Familie auch verlassen. Sie ist dann nach einigen Wochen wieder zurückgekehrt. Und das ist eines der Themen, über die ich heute mit Emma spreche. Wir sprechen darüber, was dazu geführt hat, dass sie ihm gesagt hat, ich komme hier an meine Grenzen, so kann es nicht weitergehen. Ich verlasse die Patchwork-Familie. Und was sie dann auch wieder getan hat, um wieder als Paar gemeinsam den Weg zurückzufinden, was sich für sie verändert hat und was sie heute anders macht als früher. Herzlich willkommen bei Bonusgeflüster, dein Podcast für mehr Klarheit, Leichtigkeit und Verbindung in deiner Patchwork-Familie. Ich bin Sally, Podcasterin, systemische Coach und selbst Bonusmama. And ich freue mich total, dass Emma heute bei mir zu Gast is. Denn this Thema betrifft wirklich ganz, ganz viele Bonus Mamas. Umso glücklicher bin ich heute, dass sie mit uns your Geschichte teilt. Bleib auf jeden Fall bis zum Ende dran, denn da fasse ich die Key Takeaways for dich nochmal zusammen. And jetzt lehn dich aber erst einmal zurück und lass dich von unserem Gespräch inspirieren. Ich freue mich total, dass du heute bei mir im Podcast Bonusgeflüster Gästin bist und mich und die Zuhörerinnen heute so ein bisschen mit reinnimmst in dich und deine Patchwork-Familie. And du hast ja auch eine ganz, ganz spannende Geschichte, die wir heute mal so ein bisschen erzählen wollen. Bevor wir da aber einsteigen, stell dich doch gerne mal kurz vor und erzähl uns so ein bisschen was zu deiner Patchwork-Familie. Wie viele Kinder, wie lange, welches Modell, sodass wir erstmal so einen ganz groben Überblick haben, mit welcher Konstellation wir das auch heute zu tun haben.

SPEAKER_01

Okay. Also ich bin fast 32 Jahre alt, lebe jetzt mit meinem Partner seit etwa neun Jahren, glaube ich, dürften es jetzt sein, zusammen mit Unterbrechung. Er hat ein Kind mit in die Beziehung gebracht, das jetzt auch genauso alt ist. Ich sage gleich dazu, also ich war nicht der Auslöser, warum es auseinandergegangen ist, sondern das war schon vor der Geburt des Kindes nicht mehr eine Beziehung bei den Eltern. Und wir haben ein gemeinsames Kind, das jetzt zwei Jahre, ja genau, ein bisschen über zwei Jahre alt ist.

SPEAKER_02

Okay, das ist ja auch ein ganz, ganz spannende Fakt, dass du das Kind sozusagen seit der Geburt kennst, dein Bundeskind kennt.

SPEAKER_01

Fast, nicht ganz. Also ich habe es kennengelernt, da war es etwa zwei Jahre alt. Wir haben das am Anfang noch genau, weil die Verhältnisse auch etwas schwierig waren mit der Mutter, er selbst das Kind sehr selten gesehen hat, das Kind immer nur besucht hat. Und ich die Mutter auch tatsächlich erst letztes Jahr kennengelernt habe. Genau. Deshalb habe ich das Kind auch erst dann kennengelernt, als es dann den Papa besucht hat, also als das halt losging, dass es mal zum Papa durfte.

SPEAKER_02

Ja, okay. Verstehe. Du bist ja relativ jung, sag ich mal, Bundesmama geworden. Also ich meine, mit Anfang Mitte 20, also das ist ja auch nochmal ein ganz, ganz spannender Fakt. Also ich weiß, in dem Alter, für mich waren Kinder null Thema und es gab auch in dem Alter auch noch keine Paare in meiner Umgebung, die Kinder hatten. Wie war denn das für dich, als du dann gemerkt hast, so okay, da gibt es halt ein Kind dazu. Jetzt hast du gesagt, ihr habt das erstmal eine Weile rausgelassen, sozusagen, aus eurer Geschichte und gleichzeitig ist das ja immer da, ne? Auch die Ex ist ja im Hintergrund da.

SPEAKER_01

Also ich muss ehrlich sagen, wir haben uns kennengelernt. Bevor ich ihn quasi kannte, kannte ich seinen Vater und durch den wusste ich schon, der hat ein Kind. Von daher, das war von vornherein klar. Für mich war nicht von vornherein klar, dass wir jemals in eine Beziehung miteinander, in eine Beziehung miteinander eingehen. Von daher bin ich die Sache ganz anders angegangen. Das war jetzt nicht so: Huch, Mann, mit Kindhilfe nein, sondern oder ja bitte, unbedingt, sondern das war so, ja, super, der hat ein Kind, ich verstehe mich mit dem gut und irgendwann ist daraus mehr geworden. In meiner Umgebung, also in meinem Freundeskreis gab es schon ein Baby bei einer Freundin, von daher war mir das jetzt nicht ganz fremd. Und ich habe früher schon immer gesagt, ich will eigentlich ganz früh Mama werden, von daher für mich waren jetzt Kinder nicht irgendwie ein rotes Tuch. Ich denke nicht, dass ich mir einen Mann mit Kind rausgesucht hätte, so und nach Plan, weil es ja doch Themen mit sich bringt. Das war dann ganz, ist dann ganz natürlich abgelaufen. Also, das Einzige, was eben in der Anfangszeit für mich wahnsinnig schwierig war, war, ich wusste, er fährt zu seinem Kind, ich wusste, er besucht sein Kind. Und danach war er immer sehr schlecht gelaunt. Also das hat natürlich auch was mit ihm gemacht. Und wie das so ist, ganz oft ist der Partner dann auch ein Ventil für etwas. Und von daher würde ich sagen, dass der Beziehungsstatt zu diesem Kind meinerseits war vielleicht nicht der optimalste.

SPEAKER_02

Genau. Ja, kann ich gut nachvollziehen. Wenn du da einfach schon so über zwei Jahre immer wieder gesehen hast, wie auch dein Partner darunter leidet, was es da auch vielleicht für Konflikte im Hintergrund gibt, ist halt natürlich einfach in einer gewissen Geschichte im Hintergrund absolut nachvollziehbar. Jetzt hast du gerade gesagt, ich hätte mir vielleicht einen Partner mit Kind nicht unbedingt rausgesucht. Und ich glaube, damit können sich ganz, ganz viele Bonusmamas identifizieren. Das klingt ja auch so ein bisschen, als ob du dir diese Rolle der Bonusmama, der Stiefmutter, so ein bisschen, naja, mit solchen Sachen, nicht naiv, aber halt vielleicht ein anderes Bild hattest, als es dann tatsächlich war. Wie ging es dir denn damit? Wieso saß du denn heute so? Ich bin mir nicht sicher, ob es mir rausgesucht hätte, wenn ich vorher gewusst hätte, was auf mich zukommt.

SPEAKER_01

Also, ich denke, mir war schon bewusst, dass für mich emotional was mit mir machen wird. Also ich denke, das ist auch nach wie vor oder für immer auch das Thema bei mir gewesen, was mal besser, mal schlechter war und ich würde sagen, tendenziell immer besser wird. Aber sicher gibt es immer wieder Punkte, an denen ich anecke, ja, auch mit mir selbst vor allem. Ja, es ist das eine, den Partner als Partner zu erleben, und es ist das andere, den Partner als Vater zu erleben, der vielleicht ein schlechtes Gewissen gegenüber seinem Kind hat, der sein Kind eigentlich diese Nähe zu dem Kind sucht, der alles dafür geben würde, dass diese Beziehung zu diesem Kind toll ist. Und dann zu sehen, ja, da kann er jetzt zum Beispiel total pünktlich sein und mich sitzt da, mich lässt da pauschal immer eine halbe Stunde warten oder so. Also solche Punkte, die schon in Richtung vielleicht auch einer Eifersucht gehen. Denke ich, waren vor allem am Anfang, weil ich das Kind nicht kannte, ja, für mich ein großes Thema. Also ich hatte das ja mit einem großen Fragezeichen zu tun. Ich hatte keine Beziehung zu diesem Kind. Ich durfte sie auch nicht aufbauen, ich konnte sie nicht aufbauen. Ich habe mir eigentlich am allermeisten gewünscht, dass diese Unbekannte wegfällt, dass wir da einen natürlichen Weg finden, miteinander umzugehen, dass ich das Kind kennenlernen darf, dass ich die Mutter kennenlernen darf. Ich hatte da vielleicht auch eine ganz romantische Vorstellung davon, dass, keine Ahnung, dass das so einfach ist, dass ich mich mit der Mutter an den Tisch setze und einfach einen Kaffee trinke. Ich weiß nicht, ich war da irgendwie offen dafür. Und ja, es hat dann doch acht Jahre gedauert, bis ich der Mutter das erste Mal ins Gesicht sehen durfte, ja. Weil einfach auch der Vater, also mein Partner, das sehr zurückgehalten hat, weil er einfach so eine Sorge hatte, dass dadurch vielleicht auch bei der Mutter etwas entstehen könnte, was den Kontakt zu Beziehung zu dem Kind einschränkt, weil das in der Vergangenheit ja nicht immer so leicht war. Ja, das war für mich, denke ich, der schwerste Punkt. Mit dieser Unbekannten eine Beziehung auf Distanz zu führen irgendwie.

SPEAKER_02

Klar, kann ich total nachvollziehen. Wenn man weiß, mit wem habe ich es denn zu tun, dann ist das nochmal was ganz, ganz anderes. Jetzt hast du auch gesagt, so dein Partner hat das auch so bewusst, ich sag mal, acht Jahre lang so gestaltet, dass da auch der Kontakt relativ wenig ist, auch zur Mutter. Was glaubst du denn? Du hast ja jetzt auch, lass es mich nochmal anders formulieren, du hast ja auch jetzt gerade gesagt, er hatte halt auch Angst, dass er dadurch sein Kind vielleicht weniger sehen kann, dass da nochmal was bei der Mama hochkommt. Es ist ja ein Gefühl, was ganz, ganz viele Väter einfach haben. Entweder ist es Schuldgefühl oder das ist eben die Angst, dass ihnen das Kind weggenommen wird. Was glaubst du denn, konnte dein Partner nachvollziehen, wie es dir geht damit? Konnte der das verstehen?

SPEAKER_01

Ich denke nicht. Ich denke, dass er, was das Thema betrifft, selbst so viele Gefühle in sich hat, über die er kaum spricht und die er nicht so wirklich rauslässt. Solche Unsicherheiten, die er mit sich selbst versucht zu kompensieren? Ja, dass ich denke, dass ihm gar nicht, dass er gar nicht gesehen hat, wie es mir damit geht. Also ich habe ihm natürlich drauf angesprochen. Auf das, dass er, wenn er zurückkommt. Ich habe ihn gefragt, was brauchst du, wenn du zurückkommst? Wirst du da eine Ruhe haben? Soll ich da, weiß ich nicht, jedes Mal mit meiner Freundin was ausmachen, dass du einfach mit dir da klarkommst, ja. Aber ich möchte nicht diejenige sein, die dann angepatzt wird. Der hat das sicherlich nicht bewusst gemacht, aber es war halt einfach irgendwie ein Schema, ja. Und ich glaube, das war ihm nicht bewusst. Also er hat dann immer gesagt, ich mach das doch gar nicht. Also ja, er hat alles abgewehrt. Er ist auch wirklich nicht der Mann, der jetzt so groß die Gefühle auf der Zunge herumträgt. Also der spricht, dem muss man alles aus der Nase ziehen, so was Gefühle betrifft und gerade wenn es um unangenehme Gefühle geht. Es gab natürlich im Laufe der Jahre einige Situationen, in denen ich mich habe fallengelassen gefühlt, in denen ich mich alleine gelassen gefühlt habe, auch im Hinblick darauf und in dem ich mich vielleicht auch ein bisschen verraten gefühlt habe. Und ich denke, alle diese Momente und Situationen haben dann auch in der Summe dazu geführt, dass unsere Beziehung instabil geworden ist. Und das wiederum hat dazu geführt, dass ich irgendwann gesagt habe, so ich kann jetzt an dem Punkt nicht mehr weitermachen. Ich bin dann ausgezogen, das war 2020. Also ungefähr nach diesen zwei, drei Jahren. Nach ein paar Jahren. Also ich hatte das Kind schon kennengelernt. Und ja, auch mit Höhen und Tiefen, so ein Kleinkind ist natürlich auch nicht immer so leicht zu handeln. Ich merke es jetzt gerade auch mit meinem Kind, sicherlich hätte auch ich sehr viel besser machen können. Also ich wurde da ja auch ins kalte Wasser irgendwo geschmissen. Und ich hatte oft das Gefühl, in Momenten, in denen er überfordert war, auch was das Kind betrifft, musste ich ihn irgendwie rausretten aus Situationen und konnte dann auf Situationen retten. Jetzt im Nachhinein denke ich, hättest du dich da mal mehr zurückgehalten. Das ist sein Kind, seine Erziehung und er sah für mich so hilflos aus und ich wollte ihn da irgendwie unterstützen. Aber ich denke, all das in der Summe, also dass ich mich einerseits eben mal lang gelassen gefühlt habe und ich kann auch gerne näher auf diese Situationen noch eingehen, was das für Momente waren, aber eben kombiniert mit dem, dass ich mich sicherlich auch nicht immer richtig und fair verhalten habe und gerade in Momenten, in denen es mir nicht so gut ging, hatte ich schwache Momente und dann habe ich nicht sehr erwachsen oft reagiert. Ja, ich meine, ich war auch vielleicht mit 25, 26, 27 noch nicht so erwachsen. Man muss auch irgendwie an Dingen wachsen. Und ich würde auch sagen, dass ich mich heute nicht immer richtig verheirate, aber ich bemühe mich. Zumindest selbst zu erkennen, wenn es mir nicht gut geht, dass ich merke, okay, heute habe ich eine dünne Haut, heute mache ich vielleicht was anderes, wenn das Kind kommt.

SPEAKER_02

Ja, also ich glaube, wir Menschen können uns nicht immer in allen Situationen super richtig verhalten. Ich würde sogar von mir behaupten, und ich bin ja nun, ich würde mich ja auch selber so als Expertin in dem Bereich bezeichnen. Und dennoch gibt es einfach Momente, wo ich mir im Nachhinein denke, boah, das hätte ich eigentlich anders machen können. Und gleichzeitig ist das ja aber so menschlich. Wir haben nun mal Gefühle, die uns da eben auch steuern. Wir haben Muster, wir haben eine eigene Geschichte. Ich glaube, da dürfen wir auch wirklich sanft mit uns sein und einfach da liebevoll drauf gucken und sagen, okay, was lerne ich jetzt daraus, was mache ich beim nächsten Mal einfach anders. Ich glaube, es ist auch nie abgeschlossen. Also in allen Bereichen. Jetzt hast du gerade schon gesagt, so du hast dich dann dazu entschieden, diese Patchwork-Familie zu verlassen. Spannend finde ich den Zeitraum tatsächlich, weil das war auch so bei mir so dieses, ich sage mal so, diese zwei, drei Jahre, wo ich dann gesagt habe: also entweder muss ich jetzt hier was verändern, oder ich gehe. So geht es halt nicht. Ich glaube, das ist schon so ein Zeitraum, wo man so die Verliebtheit abgelegt hat, wo man so in diesen Trott oder in diesen Alltagsrhythmus reinkommt und dann eben merkt, so ganz happy bin ich mir, bin ich in der Situation nicht. Kannst du mich da mal mitnehmen, so in einem der ersten Momente, wo du gemerkt hast, das habe ich mir anders vorgestellt?

SPEAKER_01

Also die ersten Momente, da gab es jetzt nicht den einen Schlüsselmoment, das hat sich eingeschlichen. Das war schon so das Gefühl, von dem du auch ganz oft erzählst. Da fühle ich mich so abgeholt. Dieses Gefühl, eigentlich sitzt du als Teilnehmer zwar da, als Zuschauer da, aber du bist nicht mehr wirklich auch irgendwie Protagonist in deinem Leben, sondern du versuchst jetzt hier gerade dieser Familie alles recht zu machen, zu schauen, dass es denen gut geht, weil wenn es denen gut geht, geht es dir schließlich auch gut komplett bescheuert. Andersrum ist es nämlich. Ja, also weiß ich nicht, von Lieblingsessen kochen zu schauen, ich meine, gib einem Kleinkind etwas zu essen, das es gerne mag. Schwierig. Und wenn das dann auf dem Boden landet, dann darf man das nicht persönlich nehmen. Ich habe das damals persönlich genommen. Ich habe damit nicht umgehen können. Es kamen dann natürlich schon auch, ja, das Kind hat das Sprechen angefangen, relativ spät, aber als es so wirklich angefangen hat, auch zu erzählen, kamen dann auch so Sätze raus, aus denen ich geschlossen habe, die Mutter des Kindes redet nicht gut über mich. Ich weiß bis heute nicht, ob es stimmt. Mein Partner, ich habe meinen Partner damals gebeten, die Mutter darauf anzusprechen. Und es ist nicht passiert. Er hatte mich den Mut, auch irgendwie das anzusprechen. Also er hat sich immer so klein gemacht vor ihr, eben aus dieser Angst, dass dieser Kontakt so eingeschränkt wird. Und ich habe mich da nicht unterstützt gefühlt. Ich habe mich da richtig allein gelassen gefühlt. Und ich würde mal sagen, also einer der großen Schlüsselmomente war, dass ich dann schwanger geworden bin damals und das Kind verloren habe. Und ich war damals fast verblutet. Also das war eine Notoperation, ich habe geblutet. Das kann sich keiner vorstellen. Ich habe meine Gliedmaßen nicht mehr gespürt, das war alles ganz kalt. Also es war wirklich recht knapp, haben auch die Ärzte damals gesagt. Und am nächsten Tag ist das Kind gekommen. Und ich war natürlich noch in der Klinik und mein Partner hat mich nicht abgeholt. Und weil er nicht den Mut hatte, die Mutter zu beten oder zu bitten, dass sie das Kind bringt. Beziehungsweise die Mutter darum zu bitten, dass man vielleicht den einen Tag um ein paar Stunden verschiebt oder ganz verschiebt. Also ich habe mich wirklich nicht umsorgt dann auch gefühlt. Ich habe mich gefühlt, als ob ich jetzt alleine mit allem klarkommen muss. Und als ob ich keinen Partner hätte. Weil der Partner eben so mit dem Thema Kind und dieser Beziehung ja nicht gefährden beschäftigt ist. Ja. War sehr schwierig damals für mich. Und ich würde sagen, das war der Schlüsselmoment, der das Vertrauen gekippt hat, auch an unsere Beziehung. Damals. Ja, dann ging es bergab.

SPEAKER_02

Zunächst erstmal, bevor wir da weiter einsteigen, möchte ich dir erstmal sagen, wie leid mir das tut, dass du diese Erfahrung gemacht hast. Ich kann mir total gut vorstellen, dass in so einem Moment, wo auch das eigene Leben in Gefahr ist, wo man auch ein Leben verloren hat, dass man sich dann auch nochmal neu hinterfragt und sagt, was ist denn das hier eigentlich? Will ich das so wirklich? Es verschieben sich nochmal Prioritäten, man bekommt auch nochmal so ein anderes Gefühl dafür. Jetzt hast du gerade so gesagt, das war einer so dieser Schlüsselmomente, ich sag mal, der vielleicht auch so das Fass so ein bisschen zum Überlaufen gebracht hat. Und du beschreibst ja auch ganz konkret dieses Gefühl des Alleineseins. Also immer wieder zu spüren, ich kämpfe hier so auf weiter Flur ganz alleine, mein Partner ist nicht wirklich mein Teampartner an meiner Seite. Ich glaube, auch das ist etwas, womit sich ganz, ganz viele Bonusmamas identifizieren können tatsächlich. Eben durch diese Angst, das eigene Kind dann nicht mehr zu sehen, wenn man eben Grenzen setzt. Und somit hält man halt auch einfach ein System am Laufen, was die Bonusmama dann oft sehr, naja, ich sag mal, was dazu führt, dass sie oft sehr, sehr hinten ansteht. Ganz einfach. Wie hast du denn nach dieser Situation auf deinen Partner reagiert? Wie habt ihr darüber gesprochen?

SPEAKER_01

Also, er hat mich jetzt nicht das sitzen lassen, er hat mich von seinem besten Freund abholen lassen. Also, es war für mich aber irgendwie in so einer sensiblen Situation, also sein bester Freund ist ein wahnsinnig enger Freund, auch von mir, von dem habe ich keine Geheimnisse. Und das war jetzt nicht so, dass er da in meiner Privatsphäre eingedrungen wäre, gar nicht, ja, muss ich gleich dazu sagen. Dieses mich alleine mit diesem Gefühl lassen, da jetzt aus dem Krankenhaus zu gehen, nicht mehr schwanger zu sein, hörtlich war es recht knapp. Wo ist er? Wo ist der, den ich jetzt eigentlich bräuchte, der mich in Arm nimmt? Ja, ich würde sagen, es war nicht der Schlüsselmoment, dass ich gleich gegangen bin, aber das hat halt einfach was. In mir ausgelöst, was vielleicht die Monate danach immer wieder Gedanken in mein Hirn gepflanzt hat, mich dazu aufgefordert hat, noch ein bisschen näher hinzuschauen und mich da am Ende dazu bewegt hat, mir auch selbst einzureden, ja, es liegt nur an ihm, er liebt dich nicht, dann gehst du halt so. Dass das nur die halbe Wahrheit war und eigentlich vielleicht nur 10 Prozent der Wahrheit, dass ja sicher seine Priorität einfach woanders lag, ihm seine Wichtigkeit einfach bei dem Kind lag. Das kann ich heute verstehen und nachvollziehen. Was ich nicht nachvollziehen kann bis heute, und das habe ich ihm aber auch damals, seitdem auch, glaube ich, schon fünf oder sechs Mal unter die Nase gerieben. Warum lässt du mich da allein? Oder warum hast du mich nicht gestützt? Ich hätte nebenan noch eine Stütze gebraucht, eine emotionale. Und wenn es nur eine Umarmung ist. Oder einfach ein Dasein. Ja, also ich weiß nicht, was war die Frage?

SPEAKER_02

Die Frage ist tatsächlich, wie du damals auf deinen Partner reagiert hast, ob ihr darüber gesprochen habt. Und du hast jetzt aber schon gesagt, so es war. Du hast es angesprochen, dass du dir das gewünscht hättest. Und du sagst ja jetzt auch, das war jetzt nicht der Moment, an dem ich entschieden habe, okay, ich gehe jetzt, sondern das war dann eher so der Anstoß zu diesem Prozess hin, ich überprüfe das Ganze, ob dieses Konstrukt für mich gerade so taugt. Wie hat denn damals auch dein Umfeld reagiert? Ich gehe mal stark davon aus, also gerade mit Freundinnen und Familie spricht man ja dann darüber und sagt, ich überlege da gerade, ich bin da gerade so ein bisschen im Zweifeln am Hin- und Hergucken. Wie haben die denn damals reagiert?

SPEAKER_01

Also meine beste Freundin hat mich sehr gut aufgefangen. Ich würde sagen, die hat das übernommen, was er, was ich mir von ihm gewünscht hätte. Die ist mit mir dreimal in der Woche zum Wandern gegangen. Ich habe das gebraucht, diesen sportlichen Ausgleich, dann, sobald es mir körperlich wieder gut ging. Die ist ein Mensch, die überhaupt nicht versucht, einen zu beeinflussen. Die hört zu, aber die gibt jetzt keine Ratschläge, ich würde dies oder jenes mit ihm jetzt tun. Und das war mir ganz, ganz wichtig. Einfach dieses Verständnis, dieses Aufgefangenwerden. Und trotzdem hätte ich mir das so sehr von ihm natürlich gewünscht, ja. Meine Eltern, ja, das ist schwierig. Ich spreche mit meinen Eltern ungern über solche Themen. Also da bin ich, da bin ich sehr distanziert, was das betrifft. Und vielleicht auch einfach, weil ich nicht möchte, dass meine Eltern sich dann Sorgen machen, ja, um mich. Aber eben diese Freundin hat im Grunde genau das gemacht, was ich mir von ihm gewünscht hätte. Und ja, ich denke, heute ist ihm das bewusst, dass ich mir das damals gewünscht hätte. Wenn es Parallelmomente gibt oder Situationen, die wieder in eine ähnliche Richtung gehen, jetzt vielleicht nicht in so einen Extrem, dann ist es ihm noch nicht so bewusst, dass ich das in dem Moment dann von ihm bräuchte. Also da braucht er schon sehr viele Zaunpälle, die ich ihm entgegenwerfe. Aber ich versuche mich echt daran, das immer wieder zu sagen und zu kommunizieren, weil es, er kann meine Gedanken einfach nicht lesen. Genau.

SPEAKER_02

Ja, absolut. Da braucht es ganz, ganz viel Kommunikation und da dürfen wir dem Partner auch immer wieder in die eigene Gefühlswelt mit einladen und eben ganz klar sagen, so, das brauche ich gerade von dir. Und gleichzeitig ist es ja dann doch eben oft so dieser Punkt, dass selbst wenn sie es verstehen, können sie ändern ihr Verhalten ein. Aus welchem Grund auch immer, aber es fällt dann dennoch schwer, eben in so einer Situation auf den Partner zuzugehen, eine Umarmung zu geben, was auch immer, was da gerade ist. Genau du sagst es. Ich gehe auch stark davon aus, dass das dann wahrscheinlich auch so eine Dynamik war, die dann eben auch wirklich dazu geführt hat, dass du gesagt hast, jetzt gehe ich, oder?

SPEAKER_01

Also ich habe mir damals gedacht, wofür hat man eine Partnerschaft? Man gibt sich Energie, man führt ein gemeinsames Leben, aber man muss sich gegenseitig auch ein bisschen unterstützen. Und ich habe mich dadurch, dass ich mich so gar nicht aufgefangen gefühlt habe und so wirklich im Stich gelassen gefühlt habe, dachte ich mir, was ziehe ich aus dieser Partnerschaft raus? Ich stopfe nur Energie rein in diese Partnerschaft. Und am Ende bin ich komplett energielos und krätzig. Das macht was mit mir. Wenn ich keine Energie mehr habe und mich so wenig um mich selbst kümmere, das weiß ich heute ja, aber für mich war das damals so, ich gebe und gebe und gebe und wann bekomme ich, ich hatte immer diese Erwartungshaltung, wann kriege ich denn, wann bin ich denn mal dran? Ich auch heute falle ich manchmal noch in solche Muster zurück, aber heute weiß ich, wenn es dir gut geht, wenn ich mich um mich selber kümmere, dann kommt es nicht so weit, dass ich das von meinem Partner brauche. Wenn ich merke, er ist nicht fähig, mir das jetzt zu geben, was ich brauche, dann muss ich ganz schnell die Reißleine ziehen und versuchen, eben mich an meine Freundin zu wenden und zu sagen, ich brauche das jetzt gerade, kannst du mich mal bitte ganz kurz in Arm nehmen. Also es ist in meiner Hand, ich kann nicht von einem anderen Menschen und auch wenn es mein Partner ist, erwarten, dass er mir im Gesicht abliest, was ich jetzt gerade brauche. Und selbst wenn ich es kommuniziere, kann ich nicht von ihm erwarten, dass er ich schnippe und er springt. Also, das kann ich einfach nicht erwarten. Und ich denke, nur so kann unsere Beziehung auch funktionieren, zu sehen, dass er vielleicht ganz andere Bedürfnisse hat, auch Themen hat, mit denen er umzugehen hat. Und ja, das vielleicht auch manchmal nicht ganz miteinander mit meinen Bedürfnissen übereinstimmt.

SPEAKER_02

Ja, also ich stimme dir da total zu, ne? Erstmal geht es so darum, für uns selbst zu sorgen, versuchen diese Bedürfnisse erstmal selber zu stillen, wenn das nicht möglich ist, dann eben zu gucken, okay, wie kann ich sie ausdrücken und gleichzeitig aber eben zu wissen, okay, es ist manchmal eben auch gerade einfach nicht möglich. Und dennoch, also für mich ist es dennoch wichtig, eben zu spüren, auch ich habe mal Priorität. Genau. Wenn ich jetzt gerade so zum Beispiel so an, wenn ich jetzt gerade so an ein Beispiel denke, ne, wir haben jetzt geplant, wie das nach der Geburt ablaufen wird. Und ich habe dann eben gesagt, so ich will nicht nach Hause kommen und dann will ich halt gleich 14 Tage die Mädels da haben. Ich möchte natürlich, dass sie ihr Geschwisterkind kennenlernen, aber ich kann nicht gleich die Buderappel voll haben. Und das war dann zum Beispiel schon ein Moment, wo ich gemerkt habe, so, okay, er ist dafür offen und wir haben da eine Lösung gefunden. Und das sind dann so diese kleinen Momente, wo eben auch ich spüre und ich bin auch wichtig. Auch ich komme mal an erster Stelle. Auch wenn das nicht immer der Fall ist, es muss es ja auch gar nicht sein. Aber es gibt so Momente, wo ich merke, okay, auch ich bin hier wichtig in dem System.

SPEAKER_01

Ja, und das ist aber auch ganz wichtig, das zu erkennen. Also für mich war damals ganz klar, ich bin keine Priorität, weil er nicht jedes meiner Bedürfnisse so, also das klingt jetzt auch wieder, als ob ich damals nur verlangt hätte, aber weil ich mich halt einfach in meinen Hauptbedürfnissen nicht gesehen gefühlt habe oder eben fallengelassen gefühlt habe. Aber ich muss lernen oder ich musste lernen, auch anders zu lesen, wie er mir zeigt, dass ich eine Priorität bin. Ja. Und genau solche Dinge, also mir war das auch nach der Geburt ganz, ganz wichtig. Das musste ich ihm lange erklären, was er offen dafür war und was er das verstanden hat. Also spätestens nach dem Geburtsvorbereitungskurs hat er erst dann verstanden. Trotzdem kam dann nochmal alles anders, als geplant war, ja. Also zwar nicht mit dem Bonuskind, aber ja, es war dann doch irgendwie reger Durchgangsverkehr irgendwie bei uns, ja. Und ich hätte mir vielleicht auch da mehr gewünscht, wieder seine Rückkehr, aber da konnten wir ganz anders drüber sprechen dann. Also ich habe dann schon zwischenzeitlich gelernt, er hört meine Prioritäten. Ich muss es ihm nur nochmal vielleicht zwei, drei, viermal anders sagen, dass er es versteht, wo meine Bedürfnisse liegen. Dass er auch drauf eingehen kann.

SPEAKER_02

Ja, und es macht doch total Sinn, einfach eben, dass es gar nicht darum geht, dass ja immer alles sofort gestillt wird, sondern dass es diese kleinen Momente gibt, in denen man merkt, man ist so ein Kind. Jetzt sind wir schon so ein bisschen abgeschweift. Wir waren gerade bei diesem Punkt, okay, du bist gegangen. Was kam denn dazu, dass du nach einer gewissen Zeit gesagt hast, ich komme wieder zurück oder lass es uns nochmal probieren.

SPEAKER_01

Ich habe tatsächlich ihn und das Kind vermisst. Also ich hätte das ja nicht für möglich gehalten. Also doch, also ja, also so schwierig es war, wir hatten erstmal keinen Kontakt. Ich bin ausgezogen. Es kam auch von ihm nicht dieses von mir vielleicht insgeheim erhoffte, ach, komm doch bitte zurück. Zumindest nicht vorerst, sondern er hat mich erstmal komplett allein walten lassen. Am Ende hatte ich wirklich zwei Jahre lang dann eine andere Wohnung, aber so lange hat es nicht gedauert. Das hat vielleicht zwei, drei Monate gedauert und haben wir uns schon wieder getroffen. Ich war mir damals nicht sicher, ob der ausschlaggebende Punkt er war oder er hat gesagt, naja, mein Kind möchte dich auch sehen und wir haben uns dann tatsächlich für Ausflüge getroffen. Was sehr, sehr schön war. Und ich habe dann wieder gemerkt, ja, nein, das ist eigentlich das, was ich will. Genau. So.

SPEAKER_02

Also du hast jetzt gerade gesagt, es war eher so ein laufender oder schleichender Prozess, dass ihr wieder gemerkt habt, so hey, das ist eigentlich schon das, was ihr wollt. Wer oder was hat sich denn in dieser Zeit verändert, dass du eben sagst, so hey, ich habe realisiert, das ist schon das, was ich möchte.

SPEAKER_01

Ich denke schon beide Seiten. Also ich denke, mit etwas Abstand konnte er vielleicht auch nochmal auf diese Bedürfnisse, auf diese Dinge ganz anders sehen, die ich eben auch als Vorwurf formuliert hatte, als ich gegangen bin. Als ich gesagt habe, ich fühle mich hier allein gelassen, ich fühle mich hier, was gibt mir das Ganze? Du hast mich fallen gelassen. Also es kamen schon Vorwürfe, die nicht in der Ich-Botschaft unbedingt perfekt formuliert waren, sondern die halt wirklich einfach knallhart rausgehauen worden sind, auch von mir. Und ich denke, vielleicht war das auch in dem Moment ein bisschen wichtig, dass ich da nicht an meine Formulierungen noch arbeite, sondern dass es wirklich einfach frei rauskam, was eigentlich los war, was ich so lange runtergeschluckt hatte. Und es hat ein bisschen gedauert, aber ja, das hat dann auch was gemacht, denke ich, auf der anderen Seite, ja. Auch wenn man erstmal Vorwürfe hört und sie dann vielleicht abwehrt oder erstmal nichts damit zu tun haben möchte, nach einer gewissen Zeit kam dann schon, ich habe drüber nachgedacht und das war wirklich, ich würde das, das weiß ich jetzt auch, dass das nicht richtig war und dass du dich da allein gelassen gefühlt hast. Also es kamen natürlich erstmal Versprechen, es wird alles anders, wenn wir es nochmal versuchen. Und ich habe ihm aber gleich den Wind aus den Segeln genommen und habe gesagt, du brauchst mir das gar nicht versprechen, weil das ist zum Scheitern verurteilt. Das funktioniert nicht. Ja, also man kann sich nicht um 180 Grad wenden. Weil es muss ja jeder auch auf seine Kosten irgendwo kommen. Ich habe eine Therapie angefangen, also eine tiefenpsychologische Therapie. Und ich habe zu ihm gesagt, ich wünsche mir von dir, dass du irgendwie auch an deinen Themen arbeitest. In welcher Form auch immer. Er ist dann auch tatsächlich zweimal zu so einer Gesprächstherapie gegangen. Ich glaube, beim ersten Mal konnte er sich richtig viel von der Seele sprechen und beim zweiten Mal hat er dann da deine Urlaubsbetreuung bekommen. Und die hat ihm gesagt, naja, also wenn deine Freundin ein Problem hat, dann brauchst du ja nicht herkommen. Also das war irgendwie schwierig, da konnte er nicht wirklich mit sprechen. Also danach ist er nie wieder dorthin gegangen. Und ich denke, das war mal aber trotzdem, dieses erste Gespräch war, denke ich, schon hilfreich, auch mal genauer hinzuschauen, vielleicht gibt es bei einem selbst auch noch mal so ein paar Themen, über die man einfach im Leben schauen möchte oder kann, ob jetzt mit Unterstützung oder ohne. Weil es gehören irgendwo immer zwei dazu, dass so eine Patchwork-Familie funktioniert. Eventuell sogar drei, aber hauptsächlich zwei. Also hauptsächlich in einer Beziehung gehören die zwei dazu, die halt in dieser Beziehung zueinander stehen. Und ich denke nach wie vor, es ist bis heute ein Thema, aber es ist verschwindend klein geworden. Ja, genau.

SPEAKER_02

Okay. Also was euch geholfen hat, ist, dass jeder auch nochmal so auf seine Themen einzeln geschaut hat, in Beratungsgesprächen, in den therapeutischen Gesprächen. Was hast denn du in der Zeit über dich gelernt? Also, ich mache das nach wie vor.

SPEAKER_01

Ich bin nach wie vor bei dieser Therapeutin. Was ich über mich gelernt habe, ist, dass viele Dinge, die bei mir Emotionen auslösen, so tief in mir verwurzelt sind, nicht unmittelbar mit ihm zu tun haben, nicht unmittelbar mit dem Kind zu tun haben, sondern so tief in mir verwurzelt sind, einfach auf Erinnerungen zurückgreifen, die in meinem Leben sich in meinem Körper und in meinem Gedächtnis eingespeichert haben, dass das wie ein Automatismus ist, dass die Gefühle dann ausgelöst werden, dass Emotionen entstehen und dass diese Emotionen im Endeffekt mir dann im Weg stehen, eine Situation gesund zu lösen. Ja, grob gesagt. Klingt einfacher, als es ist.

SPEAKER_02

Ich finde das total spannend, weil das eben auch nochmal so zeigt, wir haben ja unsere eigene Geschichte, die wir mitbringen. Und ich beschreibe das ganz gern so als Autobahnen. Also wir haben einfach in unserem Leben so bestimmte Verhaltensmuster erlernt und da sind wir auf der Autobahn unterwegs. Wir nehmen nie eine andere Ausfahrt, weil wir darauf getrimmt sind, so viel wie möglich automatisiert zu machen. Und dann diese Ausfahrt eben zu nehmen, und so wie du es jetzt gesagt hast, dann eben auch eine Situation gesund zu klären, zu halten, zu leben. Da brauchst du halt die Ausfahrt. Und da brauchst du halt echt ein paar verschiedene Strategien. Da brauchst du auch immer wieder eine Übung, dass man auch immer wieder guckt, okay, Moment, bin auf der Autobahn, jetzt Ausfahrt nehmen. Und das braucht auch einfach Zeit. Von daher, ich kann das total nachvollziehen, dass du sagst, so, hey, das sind auch ganz viele eigene Muster und Geschichten, die da einfach mit eine Rolle spielen, ohne dass der andere da unbedingt eine Schuld dran hat, sondern das sind halt einfach unsere Autobahnen, auf denen wir da täglich unterwegs sind. Jetzt hast du gesagt, da hat sich ganz, ganz viel getan, so weil du einfach auch weißt, wie du mit diesen Situationen gesünder umgehen kannst. Was ist denn heute noch anders als vor dieser Pause zwischen euch? Was macht ihr heute anders?

SPEAKER_01

Also, was vor allem ich anders mache, ist, ich versuche nicht mehr allem gerecht zu werden. Ich versuche mehr in mich reinzuhören, was ich jetzt gerade brauche. Weil diese gesunde Reaktion kann ich nicht nur hervorrufen, wenn ich in dem Moment einigermaßen stabil bin. Wenn ich jetzt aber schon so viel Energie rausblase, weil ich das ganze Wochenende alles tu, damit es denen gut geht und eigentlich keine Verschnaufpause habe und nicht mit der Freundin Kaffee trinke, weil das Kind da ist, nicht irgendwie wandern gehe, weil das Kind da ist, nicht das zu essen koche, worauf ich jetzt gerade Lust habe, sondern weil ich weiß, das Kind esst das und das gerne und das mag ich aber überhaupt nicht. Ich versuche Mittelwege zu finden, dass es für mich auch so noch gut ist, ja, also damit ich noch mit mir im Reinen bin. Das gelingt natürlich auch nicht immer. Also man verfällt schon in alte Muster auch zurück und das ist nicht allzu lang her. Da gab es wieder so eine Situation, in der ich in so ein Muster zurückgefallen bin. Und was habe ich, ich habe es im Nachgang habe ich es reflektiert und habe versucht herauszuhören, wieso ist das jetzt passiert und ich bin zu dem Schluss gekommen, ja, ich habe eben nicht auf mein Inneres gehört und habe nicht darauf gehört, was jetzt eigentlich mir gerade gut täte. Und das wäre in dem Moment Abstand gewesen. Das wäre in dem Moment gewesen, ja, auch wenn das Kind nur alle 14 Tage da ist, diesmal vielleicht eher den Abstand zu suchen. Ja. Und ich vielleicht schaufel ich mir da auch zu viel auf in einem Moment, in dem ich sage, ja, ich bin zwar nicht so gut drauf und ich habe zwar gerade so viel um die Ohren und ich habe gerade innerlich so viel mit mir zu arbeiten, das schaffst du schon noch. Und dann versuche ich es erst recht gut zu machen und dann verfalle ich wieder in dieses alte Muster. Und ja, zack, natürlich kam auch gleich das Ergebnis. Und das Ergebnis war, ich habe einen Satz von einem Kind in falschen Hals gekriegt und das hat mit mir ziemlich was gemacht, innerlich. Und dann ist es zu spät, einen Abstand zu suchen. Ich habe das dann natürlich gemerkt und habe versucht noch den Abstand zu suchen, aber ich meine, Kinder sind nicht blöd. Kinder spüren alles. Ja, und in dem Moment wäre es von mir eigentlich richtig gewesen, sehr viel früher die Reißleine zu ziehen, eigentlich am besten schon bevor das Kind kommt, zu sagen, heute steht für mich Sonna auf dem Plan. Und das ist nicht egoistisch. Und mir das zu sagen, dass das nicht egoistisch ist. Und ich hatte da in der Vergangenheit oft sehr schlechtes Gewissen, wenn ich mich rausgenommen habe, als ob ich nichts mit dem Kind zu tun haben möchte oder als ob ich ja nur an mich denke und dann für mich was tue und mich da raushalte. Nee, das ist eigentlich der richtige Weg. In schwachen Momenten. Ja. Genau. Ich würde sagen, das ist mein Learning aus der Distanz gewesen. Zu 80, 90 Prozent umsetzbar mittlerweile und 10% mein. Das liegt an mir, weiß ich selbst. Genau.

SPEAKER_02

Ich finde das, ich finde es total interessant, dass du das gerade sagst, weil ich kann da sehr dazu relaten, tatsächlich. Dieser innere Antreiber, der sagt, du musst funktionieren und du musst noch und jetzt sind die ja nicht so oft da und jetzt machen wir noch. Und also ich kenne das selber auch sehr, sehr gut. Und da sind wir halt wieder bei diesen Autobahnen, da eben genau in dem Moment dann zu sagen, okay, jetzt nehme ich die Ausfahrt, jetzt mache ich was anderes. Total schön, dass du das so eben nochmal sagst und da jetzt eben auch in solchen Momenten eben damit so umgehst, dass du sagst, okay, ich verurteile mich dafür nicht, ich gucke mir das einfach mal an. Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen? Was lerne ich jetzt daraus? Und dann geht es auch weiter vorwärts. Das ist ja auch ganz, ganz wichtig, dass wir da uns nicht ewig dafür verurteilen und in so einer Schleife stellt und bleiben, Mensch, hätte ich doch mal.

SPEAKER_01

Also natürlich, in erster Sekunde habe ich mich schon verurteilt dafür. Da kann ich mir dann selbst nicht ins Spiegel schauen. Und das war ganz wild für mich, dass es eben wieder zu sowas gekommen ist. Und ich habe dann ein bisschen Zeit verstreichen lassen und dann, die haben inzwischen was anderes gemacht und dann bin ich zum Kind hin und habe gesagt, hey, also ich meine, das Kind ist jetzt mittlerweile neun Jahre alt. Man kann schon Gespräche führen mit einem neunjährigen Kind. Und ich habe dann gesagt, du tut mir wahnsinnig leid, wie ich vorhin reagiert habe. Und das hat es mir wirklich von Herzen leid getan. Und ich habe dann gesagt, ich hatte wirklich einen schwachen Moment, mir geht es nicht so gut. Das ist keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Ich hätte vorher schon dafür sorgen müssen, dass es vielleicht gar nicht so weit kommt, aber ich habe dem Kind das erklärt. Dass es nicht an diesem Kind liegt, also dass es nicht an ihm liegt, sondern dass es an meiner persönlichen Verfassung liegt. Und von einem Neunjährigen, man glaubt gar nicht, was da schon für schlaue Sätze herauskommen. Also wie reflektiert eigentlich Neunjährige sein können? Ich denke, natürlich hat es im Endeffekt für diesen Besuch eine schlechte Energie irgendwo auch hinterlassen. Aber es war vielleicht gerade für dieses Gespräch wichtig oder vielleicht auch wichtig für mich, überhaupt in so ein Gespräch mal mit dem Kind reinzugehen. Und das wäre vielleicht gar nicht gekommen, wäre es anders gewesen.

SPEAKER_02

Ja, das weiß man also im Nachhinein immer nicht. Aber ich finde das, ich kann das nur unterstreichen. Kinder können da wirklich sehr, sehr viel nachvollziehen und sind da sehr verständnisvoll und auch total offen. Und wenn man dann eben einfach sich dafür entschuldigt und sagt, sorry, das war nicht okay von mir, dann macht das auch ganz, ganz viel mit der Beziehung. Da begegnet man sich ja auch viel mehr auf Augenhöhe. Wie gehst du denn mittlerweile mit dem Gedanken um, falls der nochmal hochkommt, dieser Gedanke, ich gehe.

SPEAKER_01

Keine voreiligen Schlüssel, keine voraligen Entschlüsse treffen. Also offen gestanden, dieser Gedanke ist immer mal wieder da. Aber als hingespinst und in dem Moment fühlt es sich real an, nach dem Motto, es kann ja alles nicht sein, ich packe jetzt meine Sachen, was will ich denn hier eigentlich, ja? Ich meine, jetzt haben wir ein gemeinsames Kind auch. Ist nicht so leicht. Da muss man einfach an der Situation arbeiten. Da bleibt eigentlich nichts anderes übrig. Sicherlich, in letzter Instanz ist sowas immer eine Möglichkeit, aber ich denke, es gibt so viele Optionen vorher. Und ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass ich mir sage, auch wenn ich diese Gedanken habe ab und zu, dass die in Ordnung sind und dass ich aber, während ich diese Gedanken habe, keine Entscheidungen treffe, sondern einfach mal ein bisschen Zeit verstreichen lasse, einfach mal zu schauen, was passiert eigentlich, wenn ich jetzt nicht das ausspreche? Ja, was passiert eigentlich, wenn ich jetzt nicht diesem Gedanken weiterspinne? Was passiert eigentlich, wenn ich diesen Gedanken jetzt zwar zulasse, aber sage, ja, das darf es sein, könnte ich machen, aber nicht jetzt. Lass mal ein paar Wochen vergehen. Weil ich meine, gerade bei uns Frauen ist ganz oft auch der hormonelle Status ausschlaggebend für solche Gefühle. Wenn man schwanger ist, also ich schwanger war noch ums Extremer. Zumindest war es bei mir so, also ich hatte ganz, ganz extreme Gefühle in der Schwangerschaft. Und ja, man jetzt halt mit einem normalen Zyklus, denke ich, spielt das auch eine große Rolle in einer Beziehung. Und ich denke, dass ich mich selbst und meine Gefühle nicht immer auf die Goldwerge legen darf. Zumindest nicht für eine Entscheidungsfindung. Ich darf auf die Goldwaage legen, dass ich mich so fühle in dem Moment und ich darf mich sehr ernst nehmen in dem Moment. Aber es wäre ein fataler Fehler aus so einer Emotion heraus, eine finale Entscheidung zu treffen, die Folgen hat.

SPEAKER_02

Ja. Ich glaube auch, dass wir Frauen dadurch, dass wir eben zyklische Wesen sind, dass da schon auch immer viel sich nochmal ausbalanciert innerhalb von ein paar Tagen. Das glaube ich tatsächlich auch. Und es hat mich auch total überrascht. Ich habe ja sozusagen nach einer Bundesmama gesucht, die zu diesem Thema gehen oder bleiben, die mir eine Geschichte erzählen mag in den sozialen Medien. Und ich war so überrascht, weil ich so viele Nachrichten bekommen habe von Bundesmamas, die gesagt haben, ich stand schon so oft vor dieser Frage. Und also so viele Nachrichten, dass ich jetzt wahrscheinlich sogar einfach mal, ohne das jetzt irgendwie empirisch belegen zu können, aber wahrscheinlich sagen würde, jede Bundesmama fragt sich das zu einem gewissen Zeitpunkt, macht das Sinn, will ich das hier überhaupt gehe oder bleibe ich? Was würdest du denn jetzt mit deiner Erfahrung einer anderen Bonusmama sagen, die das jetzt gerade hört und die eben sagt, so, hey, ich bin gerade vor dieser Entscheidung, was würdest du ihr jetzt sagen?

SPEAKER_01

Also ich würde sagen, es liegt nicht an der Tatsache, dass der Partner ein Kind hat. Gar nicht. Sondern es liegt daran, und das ist eher eine Chance, glaube ich, weil man dadurch gezwungen ist, Dinge miteinander zu besprechen, die man vielleicht in einer Beziehung ohne Kind eher wegschieben würde. Wo man sich wahrscheinlich einfach trennen würde so und das nicht bearbeiten würde. Und in der nächsten Beziehung passiert genau das dann wieder. Weil es halt einfach Themen sind, die einen selbst auch betreffen. Und ich glaube, oder ich habe gemerkt, dass es eine riesengroße Chance ist, in dieser Konstellation nochmal anders an sich zu arbeiten und an einer Beziehung zu arbeiten. Und wir arbeiten nach wie vor sehr hart an unserer Beziehung. Also ich denke, es wird nie so sein, dass wir auf unserem Hollywood-Schockel sitzen, händchenhaltend und sagen: Ach naja, das haben wir aber schon echt zehn Jahre nicht mehr gestritten und keinen Kampf mehr gehabt. Also so läuft es bei uns nicht. Also schön, ja, weiß ich nicht. Die Vorstellung klingt schön, ich weiß nicht, ob wir das einfach sind. Ich würde sagen, mach's nicht von diesem Kind abhängig. Weil im Endeffekt nur das Kind vielleicht in dem Moment auch das ist, auf dem man die Probleme dann abstellt, die man eigentlich miteinander hat. Also man kann es nicht darauf reduzieren.

SPEAKER_02

Was für ein schönes Schlusswort, was uns da immer mit auf den Weg gibt. Wie wertvoll es auch einfach sein kann, wenn wir an dieser Beziehung arbeiten, wenn wir auch immer wieder an uns selber arbeiten. Dass uns Patchwork auch einfach dahin bringt, Seiten an uns zu erkennen, die wir sonst vorher nie kennengelernt hätten. Ich finde es total schön, dass Emma das Gespräch mit so einer positiven Note beendet und da einfach nochmal Mut macht, dran zu bleiben, weil es sich wirklich lohnt für die eigene Entwicklung und auch für das Wachsen als Paar. Es wurde ja in dem Gespräch auch sehr deutlich, dass Emma und ihr Partner da nochmal einen ganzen Schritt näher aneinander rangerückt sind. Dass sie auch wirklich diese Krise gemeinsam bewältigt haben, die eben jetzt auch dazu geführt hat, dass sie ein Kind haben, dass sie glücklich miteinander leben und gleichzeitig, dass auch sie immer wieder merken, da ist eine Grenze, hier darf ich eine Grenze setzen, das sind meine Bedürfnisse. Also nicht in so eine Co-Abhängigkeit zu kommen. Ich freue mich total für Emma und ihren Partner, dass sie diese Krise gemeinsam bewältigt haben. Und manchmal ist es ja halt vielleicht auch ein guter Schritt zu sagen, lass uns nochmal einen Step zurückgehen, lass uns das Ganze nochmal anders betrachten. Lass uns hier mal eine Pause machen, um zu gucken, was wollen wir hier eigentlich? Ist es wirklich das, was wir wollen? Und wenn nicht, was können wir tun, damit es sich verändert? Auch das hat sie gemeinsam mit ihrem Partner gemeistert. Und ich freue mich total, dass sie jetzt an dem Punkt sind, wo sie sagen, es ist immer noch Arbeit und das ist nun mal so, jede Beziehung ist Arbeit und gleichzeitig geht es uns gut so, wie es ist. Emma hat in ihrer Geschichte ja auch erzählt, dass es für sie wichtig war, sich Unterstützung zu holen. Dass sie eben auch immer noch daran arbeitet, sich selber kennenzulernen, selber ihre eigenen Reaktionen zu hinterfragen und immer wieder zu gucken, was kann ich tun, damit es zukünftig noch besser wird. Wenn auch du wissen möchtest, was ist für dich denn der nächste Schritt, dann klick jetzt auf den Link in den Shownotes. Da findest du ein Quiz, mit dem du herausfindest, was für dich jetzt der nächste Schritt ist und wie ich dich dabei begleiten kann. Ich freue mich auf dich in der nächsten Folge. Bis dahin bleib klar, bleib bei dir und vor allem bleib stief und glücklich.